Hallo und herzlich Willkommen zum MittwochsInterview im Oktober. Heute besuchen wir Katharina Raab in ihrem kreativen Cockpit zwischen Nähmaschine, Laser und Säge. Außerdem erzähle ich heute vom letzten Workshop, der in meinem Studio stattgefunden hat und zeige euch meine Oktober-Bücher. Diesen Beitrag habe ich ausnahmsweise schon vorbereitet, weil ich über das Wochenende unterwegs war. Wo war ich wohl?
MittwochsInterview mit Katharina Raab
Katharina Raab wollten wir auch schon länger einmal interviewen. Ich kenne sie aus dem Netz schon lange, früher hat sie auch gebloggt. Für den Bernina-Blog schreibt sie immer noch und auf Instagram ist sie mit ihren unterschiedlichen kreativen Techniken sehr präsent. Es war sehr nett, sie virtuell in ihrem Cockpit zu besuchen. Sie sitzt in Mitten ihrer Werkzeuge, Geräte und Materialien in greifbarer Nähe und springt locker zwischen den Maschinen hin und her. Da geht es von der Nähmaschine an die Säge, von dem Lasercutter an die Tassenpresse, vom Plotter an die Töpferscheibe. Wie sie zu all dem gekommen ist und wie all dies mit viel Neugier in ihrem kreativen Alltag kombiniert, erzählt sie uns im Gespräch. Viel Freude beim Anschauen und Staunen:
Katharina findet ihr hier auf Instagram!
Auf dem Bernina Blog findet ihr jede Menge gute Nähanleitungen und Schnittmuster von Katharina.
Katharina und ich hatten vor langer Zeit zum ersten Mal Kontakt, als ich mein zweites Buch “Stoff trifft Papier” geschrieben habe. Durch sie habe ich die genialen Gummibandbücher, auch Travellers Notebooks oder “”Fauxdoris” – oder bei Katharina “Raabdori” –genannt, kennen gelernt. Ich habe sie gefragt, ob ich ihre Anleitung übernehmen und abwandeln darf und seitdem komme ich nicht mehr von diesem Buchformat los, zeige es in meinen Workshops und nutze es täglich. Gerade für die aktuelle Reise ist auch wieder eins entstanden.
Außerdem habe ich nach Katharinas Anleitung schon die ein oder andere Tasche genäht. Erinnert ihr an meine Siebdruck-Tasche aus dem Sommer 2023? Die sieht mittlerweile nicht mehr so frisch aus, aber es gibt schon Nachfolgerinnen nach dem selben Schnittmuster.

Workshop Druck- und Buchbinde-Experimente
Am vergangenen Wochenende hat ein Workshop stattgefunden, den eine Teilnehmerin sich gewünscht hat. Wir haben mal wieder ein paar Techniken herausgeholt, die fast alle aus meinem ersten Buch “Bunte Bücher” stammen. So wurden zunächst Musterstempel geschnitzt und Papiere bedruckt.




Die Stempel wurden auch auf der Geldruckplatte genutzt und damit Papier für die Bucheinbände bedruckt.

Am Sonntag war Buchbinden angesagt, diesmal als koptische Bindung im relativ großen Format.




Das hatte ich selbst schon länger nicht mehr gemacht, und erst recht nicht in diesem großen Format, ca. 20 x 25 cm. In diese Bücher passt richtig viel rein.

Zusätzlich hat jede Teilnehmerin ein Buch mit japanischer Bindung gebunden. Darin sammelten sich auch die Stempelmuster-Papiere vom ersten Tag, die japanische Bindung bietet sich für so eine Sammlung von Einzelseiten an.

Das Finale war wieder einmal üppig und vielfältig.

Meine Oktoberbücher
Ein großes koptisches Buch habe ich als Beispiel im Workshop auch gebunden. Am Ende des Workshops wurden in den frisch gebundenen Büchern die Stempel der anderen gesammelt, wie ein Poesiealbum oder Freundebuch. Eine schöne Erinnerung an dieses Wochenende mit viel Begeisterung in einer sehr netten Truppe!


Mein großes Buch kann ich nun auch nutzen, um Stempelmuster auszutesten. Dafür sind ja meine kleinen Monatsbüchlein viel zu winzig. Ein oder zwei Stempel sind bei mir während des Workshops auch entstanden.

Und ein drittes Buch habe ich umgebaut! Aus einem alten Bildband über London entstand ein neues London-Reisebuch als Gummiband-Buch. Das brauchte ich unbedingt für die aktuelle Reise. Der Autor des Originalbuches hieß Michael Irgendwas. Den Nachnamen habe ich mit der Öse verdeckt und den Vornamen passend ergänzt!

In der Zwischenzeit hat es gefüllt, auch mit herbstlichen Blättern aus Kew Gardens. Von der Reise berichte ich demnächst, viele herbstliche Ocker-Inspirationen sind auch mit zurück gekommen.



Wie wunderbar das Interview mit Katharina war! Ich war auch sehr beeindruckt, dass sie so viele Techniken ihr eigen nennt. Das war sehr inspirierend!
Tolle Bücher und ja: Ich freue mich auf deinen Bericht, zumal ich ja bald selbst in London bin. juchu!
LG. Susanne
Das Interview schaue ich wieder später in Ruhe. Schön, dass Ihr diese Reihe immer noch beibehalten! Dankeschön!
Diese kleinen Musterstempel bekomme ich ja nicht so gut hin und bin jedesmal begeistert, was andere da schnitzen und drucken. Die Idee mit den Büchern incl der Musterstempel Erinnerungen finde ich ganz toll.
London wird sicher eine Reise wert gewesen sein! Ich bin gespannt
Sende liebe Grüße
nina
Was wären die Frühstücke am Mittwoch ohne deinen Blog?!? Einfach nur Frühstück. Aber so… Danke dafür und bitte immer weiter so.
Guten Morgen aus Rotterdam,
der Mittwoch ist mein Homeoffice-Tag und wenn die ersten Aufgaben erledigt sind, gönne ich mir immer den Luxus, den Mittwochsartikel zu lesen (ein richtiges Ritual).
Heute hatte ich sogar direkt Zeit, mir das Interview anzuschauen. Und was soll ich sagen: Jetzt wünsche ich mir natürlich auch einen „Mary-Poppins-Raum“ wie Katharina. 😊
Vielen Dank für das inspirierende Interview und überhaupt für die tollen Beiträge, die du jeden Mittwoch veröffentlichst. Ich freue mich jedes Mal darauf. Auch wenn ich nicht regelmäßig kommentiere, möchte ich dir sagen, dass ich die Arbeit und die Zeit, die du in diese Beiträge investierst, sehr schätze.
Groetjes,
Barbara
Wieder so ein schöner Kreativ-Einblick bei Dir! Toll! Das Interview mit Katharina habe ich mir gerade angehört und dieses Taschenschnittmuster will ich auch schon so lange mal nähen… und überhaupt…
Viele Grüße sendet Kristina