Patchwork mit Papier, auch in Pink

In der letzten Januarwoche wurden bei mir im Studio riesige Collagen geklebt und wieder klein geschnitten. Von diesen gemeinsamen Spielereien in meinem Müllerin Club berichte ich heute und zeige die ersten Seiten im pinken Februarbüchlein. Ich nehme euch heute kurz mit ins Museum und zeige den Fortschritt meines Knospenmusters von letzter Woche.

Riesencollagen im Müllerin Club

Meine vier regelmäßigen Gruppen, die einmal im Monat zu mir kommen, durften sich letzte Woche austoben. Wir haben in jeder Gruppe zwei riesige Collagen geklebt, die den kompletten Tisch bedeckten. Diese Technik, die ich vor einigen Jahren über Kristina Schapers Atelierhaus kennengelernt habe – ganz nach dem Motto „No scrap left behind“ – setze ich immer wieder gerne ein, nicht nur, um meine Papierhaufen abzubauen. Vor drei Jahren hatte ich auch schon mal ausführlich davon berichtet. In der Gruppe macht es am meisten Spaß, wenn an allen Kanten des Tisches mit dem Kleben begonnen wird und dann alles zu einem riesigen Bogen zusammenwächst.

Meine Schnipselkisten boten reichlich Material, dazu etwas neutrales Papier, alte Buchseiten, Schnittmuster und vieles mehr. Wir haben uns nur jeweils auf einen Farbraum geeinigt und dann losgelegt. Geklebt haben wir mit meiner bewährten Buchbinderleim-Kleister-Mischung, die zwar glänzend trocknet, aber günstiger ist als andere Alternativen.

Papierpatchwork ©muellerinartstudio

Jede Gruppe hat zunächst ein neutrales Patchworkpapier geklebt und dann eine zweite bunte Collage mit jeweils einer Hauptfarbe. Die großen Bögen sind ca. 1 x 2 m groß und brauchen mehrere Hände, um zum Trocknen aufgehängt zu werden. Als Wanddeko oder Tapete wären sie auch nicht schlecht:

In Teamarbeit wurde dann aber alles, was wir mühsam zusammengeklebt hatten, wieder kleingeschnitten, zunächst in breite Streifen und dann auf das Endformat. Eine Runde bügeln war auch noch nötig, um die knubbeligen Seiten zu glätten und teilweise auch noch zu trocknen, da der Leim noch etwas feucht war.

Papierpatchwork ©muellerinartstudio

Durch den Zufallsfaktor beim Kleben und Schneiden entstehen ganz besondere Seitenaufteilungen und Kompositionen, die man nie bewusst wählen würde. Die Seiten wurden gefaltet und sortiert, neutrale Papiere kamen dazu und im nächsten Monat soll alles zu Büchern zusammenwachsen, die dann über das Jahr gefüllt werden können.

Papierpatchwork ©muellerinartstudio

In meinen Schnipselkisten ist jetzt wieder etwas mehr Luft, aber es wäre immer noch genug Material da, um viele weitere große Collagen zu kleben. Es war auf jeden Fall ein großer Spaß und gemeinsame Tun macht so viel Freude!

Februarbüchlein

Ich habe von den großen Papieren nur die Reststreifen behalten, die übrig blieben. Einige davon enthielten rosa und pink, passend für den MittwochsMIX im Februar. Damit und weiteren pinken Schnipseln habe ich mir am Wochenende ein kleines Patchwork-Papier geklebt, das die Grundlage für mein Februarbüchlein werden sollte. Es sollte nicht zu knallig werden, deshalb hat mein Papier eine zarte Schicht Gesso bekommen, einen Nebelschleier also.

Für das kleine Büchlein habe ich meine Collage in Streifen geschnitten und auf das Seitenformat eingekürzt. So ist das Februarbüchlein mit pinken Seiten schon gut gefüllt.

Für die Landschaft der Woche zum Thema „Nebel“ fehlten nur ein paar Zeilen und ein transparentes Papier, das den Durchblick vernebelt.

Das pinke Büchlein darf sich nun weiter füllen, zum Beispiel mit neuen Stempeln, aber ganz ohne Druck!

Februarbüchlein ©muellerinartstudio

Urban Sketching im Museum

USK Villa Zanders ©muellerinartstudio

Am Samstag war ich spontan beim Urban Sketching in unserem lokalen Kunstmuseum, der Villa Zanders. Dort füllten sich einige Seiten in einem anderen Skizzenbuch, das ich spontan aus meinem Fundus geholt hatte. Sehr empfehlen kann ich die aktuelle Ausstellung der Künstlerin Veronika Moos!
Das Muster der Glastür inspirierte mich im Anschluss zu einem neuem Stempel, ganz schnell geschnitzt.

USK Villa Zanders ©muellerinartstudio

Knospenmuster

Mit dem neuen Knospenmuster der letzten Woche habe ich auch weiter gespielt, sowohl als Stempel als auch als Schablone. Aber das muss noch weiter wachsen. Die Anforderungen an eine Schablone sind doch andere als an einen Stempel. Das Motiv lässt sich nicht 1:1 übertragen, alles ist noch sehr filigran und schwierig zu drucken. Ich bleibe dran und optimiere. Am kommenden Wochenende werde ich die Prototypen im Bunte Bücher Workshop mit Maike Gäbel dem Härtetest unterziehen und von den Kursteilnehmerinnen testen lassen.

Knospenmuster ©muellerinartstudio

Jetzt geht es zunächst in die Vorbereitung der Frühlingspost, die auch in den Startlöchern steht! Nächste Woche Montag startet schon die Anmeldung zur nächsten Post-Kunst-Aktion. Auf dem Post-Kunst-Blog gibt es ab dem 9. Februar alle Infos!

1 Gedanke zu „Patchwork mit Papier, auch in Pink“

  1. Rosa Nebel 😉😊
    Es sind wunderbare große Flächen zusammengestellt worden, für kleine individuelle Kunstwerke.
    Besonders bewundere ich immer Deine Sketching Bilder.
    Die neue Schabone wird sicher besonders gut.
    Liebe Grüße
    nina

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